Werden wir die deutsche Einheit nie erreichen?
Shownotes
Wie viel Gleichheit kann die deutsche Einheit leisten und woran messen wir, ob sie gelingt? Darüber sprechen Sabine Schicketanz und Robert Ide in dieser Folge mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, und mit Dietmar Woidke, dem Ministerpräsidenten von Brandenburg, der den Wandel über die Jahrzehnte selbst erlebt hat. Die beiden Hosts erzählen außerdem, was der 3. Oktober für sie persönlich bedeutet und das Ostgold stellt ein Buch vor, das einen Begriff der Einheit hinterfragt.
- Das ganze Interview mit Dietmar Woidke könnt ihr hier lesen
- Paula Fürstenberg über ihr Buch „Niewiedervereinigung“ im Gespräch mit Lena Schneider
- Mehr Analysen, Einordnungen und Geschichten aus Ostdeutschland gibt es im kostenlosen Tagesspiegel-Newsletter „Im Osten“. Er erscheint jeden Donnerstag und blickt nahbar, kontinuierlich und tiefgehend auf Politik und Gesellschaft im Osten
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Credits:
- Moderation: Sabine Schicketanz und Robert Ide
- Redaktion: Myriel Desgranges
- Schnitt und Produktion: Lilian Hoenen
- Sounddesign und Musik: Milan Lukas Fey
- Foto und Covert-Art: Lydia Hesse und Manuel Kostrzynski
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:06: Der Grundirrtum ist,
00:00:07: nur
00:00:08: die Doven im Osten wühlen die AfD und im Westen kann uns das nicht passieren.
00:00:12: Ich glaube da sitzen einige in einem elfenweiten Turm und gucken aber ganz
00:00:16: von oben
00:00:17: auf die Welt.
00:00:18: Also wenn ich mir was wünschen dürfte dann wollte ich mich natürlich in Deutschland wünscht indem wir weiterhin frei leben wo wir einen starken Zusammenhalt in der Gesellschaft haben aufwachsen kann und dem wissen, dass man die gleichen Chancen hat.
00:00:50: Und
00:00:59: die wird natürlich gefeiert am Wochenende.
00:01:00: Hunderttausende werden erwartet zum Festwochenende in Bremen, unter anderem der Bundespräsident und auch ein paar Bremer Stadtmusikanten gibt auch viele Konzerte.
00:01:09: Wir wollen aber in dieser Folge klären warum sich Deutschland eben noch nicht so ganz einig ist?
00:01:14: Wie haben wir uns angenähert?
00:01:16: Wo haben wir es vielleicht nur nicht angenehert?
00:01:17: was trennt uns denn noch und wären wir die deutsche Einheit womöglich nie erreichen?
00:01:25: Im Osten
00:01:26: wo Deutschland sich entscheidet mit Robert
00:01:28: Ide
00:01:29: und Sabine Schicke-Tanz.
00:01:35: Der dritte Oktober, also ich gebe zu.
00:01:39: Ich habe daran keinerlei Erinnerung.
00:01:42: der Mauerfall die Zeit danach.
00:01:44: Die hab' ich erlebt als Kind von Ostdeutschen und eben Osteuropäischen Eltern ja in Westberlin.
00:01:50: Und da weiß ich das war eine historische, eine total intensive Zeit, die ist mir sehr gut im Gedächtnis Für diesen Tag der Deutschen Einheit allerdings, da habe ich erst in den zurückliegenden Jahren irgendwie so ein Gefühl entwickelt.
00:02:04: Der war für mich eigentlich auch immer leer.
00:02:06: Aber jetzt denke ich das ist der Tag, der wichtig ist damit man innehält, damit man auch mal Bilanz zieht zur deutschen Einheit und... Man kann an diesem Tag, finde ich auch sehr gut einfach dankbar sein dafür dass es sie gibt diese deutsche Einheit.
00:02:21: Die ist ja für die jungen Leute total selbstverständlich.
00:02:24: Sie wollen ja manchmal von Ost und Westkarn nichts mehr wissen aber für mich ist sie doch schon noch ein Wunder.
00:02:30: Wie ist das denn für dich Robert?
00:02:32: Naja ein Wunda klar ist es auf jeden Fall.
00:02:34: ne Ich meine der dritte Oktober als Datum.
00:02:36: Das war natürlich eigentlich Quatsch!
00:02:38: Das hat man dann irgendwie nur schnell gemacht damit's am siebten Oktober nicht nochmal einen DDR-Geburtstag gibt obwohl die DDR eigentlich schon tot war Naja, und die wichtigen Daten auch für mich als vierzehnjährige.
00:02:48: Das war ja der Mauerfall also am neunten November dann noch rüber auf der Bornhäume mit meinen Eltern meiner Schwester und dann sind wir da angekommen im Wedding in Westberlin alt bauten Bröckelende Ja und meine Mutter sagt wo ist denn jetzt der Westen?
00:03:05: Hier sieht es aus wie bei uns.
00:03:07: Viel wichtigeres, eigenes genauso als der Tag der Deutschen Einheit war eben die Währungsunion.
00:03:13: Wo man dann wirklich das Gefühl hatte wir gehören jetzt dazu auch als Ostdeutsche.
00:03:17: Ich gibt noch so ein Foto von meiner Familie und wir haben alle diese Geldscheine in der Hand sowie beim Kartenspielen.
00:03:22: jeder hat alle Trümpfe!
00:03:24: Und wir dachten so dass ist unser Traumland.
00:03:26: und da muss man sich mal vorstellen wenn man das überlegt vielleicht waren das ja auch falsche Vorstellungen die wir hatten.
00:03:31: Wir dachten der Westen ist wie das Westfernsehen.
00:03:33: Ja und es wurde uns natürlich auch ein bisschen erzählt So von Helmut Kohl, das wären alles blühende Landschaften.
00:03:38: und diese falschen Vorstellungen vielleicht die sind auch ein Problem in der deutschen Einheit generell.
00:03:42: Nun weiß ich nicht genau wie die Vorstellung waren im Osten.
00:03:46: wir haben ja im Westen auch in Westberlin einfach normal gelebt.
00:03:49: für uns war der Westen ja auch nicht so golden muss man sagen.
00:03:53: aber Ich finde jetzt oder auch schon seit langer Zeit Wir haben ja diese blühenden Landschaft doch es ist die Infrastruktur ist hergestellt worden Ja mittlerweile auch die digitale Die Städte saniert.
00:04:06: Es gibt historische Bauten, die wunderbar wieder hergerichtet sind und mancher Orts in Ostdeutschland da finde ich immer... Da ist es ja schon so schön!
00:04:14: Da gibt das auch Ansiedlungen von Wissenschaftsforschung und so.
00:04:17: Da guckt man ja aus dem Westen Deutschlands drauf und manchmal kommen da schon Fragen auf wenn das nicht sogar schon neid ist wie gut das alles aussieht.
00:04:25: und es gibt ja auch im Westen viele strukturschwache Gegenden wo man sich das wahrscheinlich wünscht oder gewünscht hat dass der auch Das Geld, was zurecht in den Osten geflossen ist, dass da vielleicht auch ein bisschen davon gelandet wäre.
00:04:39: Aber
00:04:40: ich finde man muss festhalten wir leben ja jetzt und das ist der Gewinn dieser deutschen Einheit einen unglaublich großer Gewinn.
00:04:46: Wir leben hier jetzt gemeinsam in Freiheit In einer Demokratie ohne die Repression einer Diktatur ohne Spitzel diese Angst, die man damals auch hatte.
00:04:56: Auf jeden Fall aber wenn man ein guckt hinter diesen schön sanierten Fassaden ja da steckt dann halt schon noch die Erinnerung bei den Menschen drin an dieser harten Jahre des Umbruchs auch der Umgewöhnung.
00:05:07: letztlich war alles was man sich vorgestellt hat vom Leben über Nacht ganz anders und irgendwie nicht mehr gültig.
00:05:13: Und das mag ja für junge Leute wie vielleicht auch für mich dann irgendwie eine totale Befreiung gewesen sein.
00:05:17: na Aber für die älteren war es viel schwieriger.
00:05:20: Wenn ich mich erinnere meine Mutter war arbeitslos Meine ganze Verwandtschaft Erzgebirge war arbeitslos oder die mussten nach Bayern pendeln, damit sie überhaupt Arbeit haben.
00:05:28: Das hat ja auch was mit den Familien gemacht und ich glaube das hat auch viel mit heute zu tun wenn die Leute eben viel Angst haben dass eben die Dinge diese sich aufgebaut haben jetzt vielleicht möglicherweise wieder schnell wegbröckeln können also dass man sich sozusagen einen kleinen Wohlstand, den man hat.
00:05:44: Ein kleines Erbe, der sich mühsam aufgebaut hat über all die Jahrzehnte, dass er wieder verloren gehen könnte und ich glaube das treibt viele Menschen oben jetzt gerade.
00:05:52: Also ich finde ja man kann das eine tun und muss das andere nicht lassen.
00:05:56: also man kann natürlich muss kann und muss die Härten dieser damaligen Zeit anerkennen und trotzdem ist wertschätzen was eben entstanden ist so vielleicht dass das sein Mittelweg?
00:06:05: Ja ja das stimmt das stimmt.
00:06:06: aber wie gesagt Ich glaube schon dass viele Enttäuschungen dies heute gibt auch ein bisschen mit diesem falschen Vorstell vielleicht von der deutschen Einheit zu tun haben, aber eben auch damit dass man über diese Enttäuschungen doch lange sehr hinweggegangen ist.
00:06:20: Tja was man heute ja konstatieren muss es finde ich angesichts der Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern Ich habe den Eindruck das uns das tatsächlich jetzt wieder ein Stück auseinander bringt oder Ost und West wieder ein stück auseinander bringt.
00:06:34: da gibt es mal nicht im Osten den Frust sondern ich glaube Ding gibt's jetzt tatsächlich eher im Westen und auch im Osten, bei denenjenigen die nicht die AfD wählen.
00:06:45: Und sie sagen... Die verstehen das einfach nicht!
00:06:47: Warum bekommt die AfD denn in Ostdeutschland so viele Stimmen?
00:06:50: Die werten das als eine Abkehr der Ostdeutchen, die dort die AfD will von der Demokratie, von der gemeinsamen Gesellschaft.
00:06:58: Das ist wie wenn Sie aussteigen.
00:07:00: Es wird als Undankbarkeit gesehen und auch als Unbelehrbarkeit.
00:07:05: Und dann heißt es, naja, wenn den Osis eben nichts zu helfen ist, dann lassen wir's doch einfach.
00:07:09: Dann lassen wir sie hier aussteigern.
00:07:11: Ja, so klingt dann halt der Frost.
00:07:13: Obwohl klar ist das hilft natürlich auch niemandem?
00:07:18: Ich kann es irgendwie ein bisschen verstehen vielleicht aber es hilft ja jetzt auch nicht dass es jetzt plötzlich die Jammer-Wessis gibt nach den Jammer Aussies.
00:07:24: also das ist ja irgendwie auch nicht zielführend so richtig.
00:07:27: und ich finde man muss ja auch ganz klar anerkennen Es ist kein ostdeutsches Phänomen die AfD jetzt ja Die ist da sozusagen noch vielleicht stärker als im Westen Aber das ist schon eine Stadtlandgeschichte.
00:07:39: Es gibt ja diese Unterschiede zwischen Ost und West.
00:07:41: Das ist ja auch Thema unserer Folge heute, ne?
00:07:43: Das Vermögen ist sehr unterschiedlich verteilt.
00:07:46: Es gibt eben kaum was zu vererben.
00:07:48: es gibt kaum Möglichkeiten jetzt meine Rente aufzustocken bei der Pflege vielleicht noch aufzustocking damit ich ein besseres Pflegeheim komme oder meine Oma die Löhne sind geringer klar Die Mieten in Lebenshaltungskosten sind auch bisschen gering.
00:08:00: okay aber das bericht der deutschen Einheit zeigt schon Auch der aktuelle, das gibt immer noch große Unterschiede auch in der Repräsentanz.
00:08:07: Wenn man sich das anguckt also da bin ich wirklich ein bisschen erschrocken gewesen.
00:08:11: Neunzig Prozent der Führungskräfte in den oberen Bundesbehörden sind immer noch aus dem alten Westen und als Berlin noch nicht mal mit eingerechnet
00:08:19: Wie die Lage wirklich ist, das konnten wir mit der Ostbeauftragung der Bundesregierung besprechen.
00:08:24: Das ist Elisabeth Kaiser von der SPD.
00:08:27: Sie wurde in Gera geboren und lebt mit ihrer Familie mittlerweile in Potsdam und auch noch in Gira.
00:08:34: ihr Amt – das ist angesiedelt im Bundesfinanzministerium.
00:08:38: Sie ist also damit eine Ostdeutsche, die es in einer Führungsposition geschafft hat!
00:08:43: Hören wir mal rein wie gelungen die neunundreißigjährige die Einheit findet?
00:08:54: Frau Kaiser, herzlich willkommen bei uns.
00:08:56: thirty-six Jahre nach der Einheit ist der Osten ja immer noch benachteiligt etwa bei den Führungskräften und der Repräsentanz auch beim Vermögen.
00:09:03: Wo hat die Politik da versagt?
00:09:05: Ich glaube, man muss da auch die positiven Seiten gucken.
00:09:08: Wenn man so Bilanz zieht und in der Tat ist es so dass wir ja viel erreicht haben gerade in einigen Regionen in der Wirtschaft Da sind wir sogar aufholt oder überholen Region halbweite Industrie Biochemie.
00:09:18: also Wir haben sehr viele Bereiche auch Speichertechnologien erneuerbare Und wenn wir uns auch die ostdeutschen Städte angucken auch den Natur.
00:09:26: Also da hat sich ja soviel positive entwickelt.
00:09:29: Wir sind auch die Tourismus Bubenregion in Ostdeutschland für den deutschen Tourismus.
00:09:33: aber In der Tat also wir haben unterschiede nach wie vor bei den Einkommen.
00:09:36: Das zeigt sich eben vor allen Dingen durch die Wirtschaftsstruktur, dass die Konzernzentralen nach wie Vor im Westen sitzen und die werden leider auch nicht zurück nach Ostdeutschland ziehen oder überhaupt nach Ost-Deutschlands ziehen.
00:09:47: Und dass die Vermögensstrukturen so sind wie sie sind das hat sich auch nicht verändert.
00:09:51: und da ist das Problem und das sehen wir auch, dass es nicht nur ein Ostwest Thema ist sondern tatsächlich dass sich Vermögen bei dem oberen ein Prozent größtenteils akkumuliert, also dort befindet und der Wohlstand nicht sozusagen gerecht aufgeteilt ist.
00:10:06: Und das macht unsere Gesellschaft ungleichert.
00:10:08: deswegen es ist nicht nur ein Ostthema sondern in den Gesamtdeutsches wenn wir uns das Vermögen angucken und wir sehen jetzt auch dass die Berichte aus Beauftragten zeigt es auf Die Menschen sagen schon gerade junge Menschen durch Fleiß und Anstrengung und durch gute Bildung kann ich was erreichen.
00:10:25: Aber wenn sie gefragt werden, sieht dann die Realität aus, sagen schon die meisten.
00:10:30: Na ja, aber eigentlich spielt doch das Vermögen des Einkommen der Eltern eine Rolle und die Beziehungen und die Netzwerke.
00:10:35: Und deswegen ist es richtig auch, wenn wir das schon seit Jahren fordern, die Vermögensbesteuerung, aber auch die Erbschaftsteuer gerechter zu verteilen oder gerechter auszugestalten, dass das jetzt auch mal kommen muss und nicht nur bei diesen Ankündigungen bleibt.
00:10:48: Sie haben Ihren Bericht schon angesprochen, der zum Tag der Deutschen Einheit vorliegt.
00:10:54: Was sehen Sie denn da, wenn sie schauen?
00:10:55: Wo ist die Einheit noch nicht gelungen und muss aufgeholt werden.
00:11:00: Das sind eben genau die Themen.
00:11:01: Ich ansprach mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung.
00:11:05: Da haben wir auch ganz viel Potenzial, weil die ostdeutschen Hochschulen sind Innovationsmeister sozusagen.
00:11:12: Da entstehen mehr Patente als im Westen.
00:11:15: Aber was uns noch nicht so gelingt, das ist tatsächlich die Gründungsdynamik noch zu steigern Ostdeutsch zu erhalten.
00:11:22: Dass sie nicht weggekauft werden von Investoren, sondern dass die ostdeutsche Unternehmen bleiben und deswegen müssen wir uns über das Kapital im Gedanken machen.
00:11:29: welche Investoren haben wir die tatsächlich daran interessiert sind aus deutscher Unternehmen zu unterstützen zu fördern wachsen zu lassen?
00:11:35: da ist auch die politik gefragt dass eben auch ostdeutische innovationen in ostdeutzland bleibt und ja irgendwann auch der nächste Dachskonzern aus ostdeutchland kommt.
00:11:43: das muss ja das ziel sein.
00:11:45: Also wenn man so ein bisschen den Bericht durchblättert, ganz hinten kommt ja noch das Thema Führungskräfte in Ostdeutschland und in den obersten Bundesbehörden.
00:11:53: Da sind jetzt immer noch neunzig Prozent der Führungskräfte aus dem Alten Westen und da ist Berlin noch nicht mal eingerechnet.
00:11:58: Wie kann das eigentlich sein?
00:12:00: Ja, das ist ein Riesenthema.
00:12:02: Es geht ja natürlich darum zum einen, dass die Leute erst mal in Führungsetagen sitzen und es betrifft ganz stark die Wirtschaft aber auch Kultur, Medien, Justiz, Wissenschaft... Da geht's nicht nur darum, dass da irgendjemand Ostdeutsches sitzt.
00:12:14: Das ist wichtig!
00:12:15: Aber warum ist das wichtig?
00:12:16: Damit die ostdeutsche Perspektive, damit die ostDeutschen sichtweißen Erfahrungen auch im gesamtgesellschaftlichen Dialog überhaupt vorkommen weil das passiert zu wenig abgehängt fühlen, auch wenn sie vielleicht Faktor was ihren Wohlstand angeht.
00:12:33: Was ihre Status angeht das gar nicht sind.
00:12:35: unbedingt aber die Wahrnehmung dass meine eigene Biografie, die Biographie meiner Eltern unsere Lebensgeschichte Dass das in keiner Weise vorkommt oder nur sehr gering Das macht etwas mit den Menschen.
00:12:45: deswegen ist es relevant.
00:12:46: und warum ist das noch nicht passiert?
00:12:47: Ja weil bei der Wirtschaft zum Beispiel Die Karriere weh genug über Westdeutschland funktionieren.
00:12:52: also ich muss vor allen Dingen in den großen Unternehmen Karrieren machen dass ich irgendwann mal an der Spitze eines Tageskonzern sitzt Das ist schon im einen oder anderen gelungen, aber das ist nicht dauerhaft passiert.
00:13:01: Da muss man sich auch die Rekrutierungsprozesse genauer anschauen.
00:13:04: Da sehen wir schon, dass viele Indizien vorliegen, dass Menschen eben ähnliche Menschen einstellen, ihre Netzwerke bedienen und es sind dann ... Die haben in der gleichen Uni studiert, sie haben ähnlicher Beziehungsebenen und auch Attitüten.
00:13:16: also auch der Habitus spielt eine Rolle.
00:13:19: Aber letztendlich geht's eben auch darum dass es insgesamt ein Bewusstsein gibt.
00:13:22: Und deswegen veröffentlichte ich auch den Elitenmonitor, der diese Zahlen sehr klar darstellt und sucht auch das Gespräch mit den verschiedenen Branchen.
00:13:29: Da ist schon ein Umdenken aber in der Praxis, in der Umsetzung da haben wir noch einiges zu tun.
00:13:35: Wie ist das mit den Wahlergebnissen die wir gerade gesehen haben?
00:13:39: Sind das auch Ergebnisse, die zustande kommen weil da Hoffnungen in die deutsche Einheit enttäuscht worden sind?
00:13:46: Zum einen wenn wir jetzt die hohen Zustimmungswerte der AfD sehen, dann wissen wir, das ist lange schon kein ostdeutsches Problem oder Phänomen mehr.
00:13:54: Aber es trifft vor allen Dingen erst mal in Ostdeutschland zu weil dort eben dieses Gefühl des Abgehängensseins, dass immer noch betachteiligt seins gerade in den sogenannten strukturschwachen ländlichen Gebieten also da wo wie gesagt viel Infrastruktur weggebrochen ist der demografische Wandel die Überalterung zuschlägt Da fühlen sich ja die Menschen im Umfeld irgendwo verloren oder vergessen.
00:14:15: vielleicht auch und Das trifft auch andere Regionen in Westdeutschnanen Nicht alle, aber im großen Teil die entweder wirklich nicht unbedingt ökonomisch gut gestellt sind oder auch diejenigen, die Status- und Verlustängste haben.
00:14:29: Die sich was aufgebaut haben jetzt Angst haben in den Krisenzeiten dass sie etwas verlieren.
00:14:34: da verfängt die AfD im Sinne von die da oben.
00:14:36: die Eliten vergessen euch hier.
00:14:38: das ist ja die Erzählung und wenn wir das System fundamental verändern Dann können wir wirklich wieder euch in den Blick nehmen.
00:14:47: Wenn man dann die Menschen, die in Regionen leben wo das Einkommen sehr gering ist und sich abbockeln vielleicht sogar zwei drei Jobs haben um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren wenn da die Botschaft ankommt ihr seid alle zu faul Ihr macht Lifestyle Teilzeit und solche Leitinge.
00:15:04: Das kommt halt wirklich schlecht an.
00:15:06: Wie können sie den Leuten Hoffnung machen.
00:15:09: Was ist Ihre Hoffnungserzählung dagegen dann, auch gerade vielleicht aus Ihrem Bericht heraus?
00:15:13: Also ich denke es ist wichtig dass man deutlich zeigt wir wollen das Land modernisieren und wir wollen auch dass die Menschen von den positiven Entwicklungen also davon was haben.
00:15:21: Wir wollen das Leben sozusagen entlasten.
00:15:24: Das ist grad nicht einfach weil natürlich wie auch mit Blick auf die Sozialsysteme et cetera und einem angespannten Bundeshaushalt aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation große Herausforderungen haben, aber deswegen investieren wir ja jetzt fünfhundert Milliarden Sondervermögen.
00:15:38: So viel haben wir noch nie an Geld aufgenommen um tatsächlich die marode Infrastruktur zu modernisieren damit wir wettbewerbsfähig bleiben und sich das auch in den Kommunen auswirkt wo viele Investitionsstau ist in den Schulen, in den Schwimmhallen In all dem Themen... Das ist natürlich nicht von heute auf morgen der Schalter, den man da umlegt Aber es eine positive Entwicklung und das werden auch die Menschen spüren.
00:15:59: Und dann merken sie auch, dass der Staat handlungsfähig und funktionsfähig ist.
00:16:03: Auch wenn die Digitalisierung endlich ernst genommen wird – also ich würde es ja auch ernst genommen – aber dass sie auch spürbar wird in den Behörden.
00:16:09: Oh
00:16:09: das wird schön!
00:16:10: Ja, davon reden wir natürlich schon lange und das ist das Problem, dass irgendwann je länger etwas dauert, die Leute auch den Glauben daran verlieren.
00:16:19: Aber wir sind auf dieser Entwicklung dabei.
00:16:22: Wir entlasten jetzt die Menschen auch steuerlich, gerade die kleinen Einkommen.
00:16:25: und das ist immer die große Herausforderung bei den ganzen Modernisierungsmaßnahmen und Reformen, dass man auf der einen Seite gucken muss wie kann ich die Dinge effizienter und besser gestalten sodass sich das Geld auch, was ich investiere, effiziente Einsätze?
00:16:38: Und auf der anderen Seite darf es aber keine reine Sparlogik werden denn wir Menschen haben, die sich darauf verlassen können, dass wenn's mal nicht gut läuft Sie auch trotzdem nicht in Bodenlose fallen.
00:16:47: Dann sind sie doch trotzdem viel motivierter und optimistischer zu sagen, ich kann mein bestes geben wenn die Scheitere ist es nicht so schlimm.
00:16:53: Ich kann wieder aufstehen und werde dabei auch begleiteten.
00:16:55: Ich glaube das ist viel wichtiger für mehr Motivation als wenn ich weiß okay wenn ich jetzt hier meinen Job verliere dann is aus für mich.
00:17:02: der starke Sozialstadt hat uns auch lange vor diesen autoritären Strömen und Tendenzen bewahrt.
00:17:07: Es schickt jetzt aber zu gerade im Kliesenzeiten.
00:17:10: Aber es ist wichtig dass wir das nicht vergessen dass das auch ein großer Wert ist unserer sozialen Marktwirtschaft.
00:17:15: Stichwort sich verlassen können.
00:17:17: im Osten, besonders in Ostdeutschlands ist ja auch eine Art Kampf entbrannt um den Begriff Heimat.
00:17:23: Viele Menschen die gerade im ländlichen Wohnen haben Sorgen dass ihre Heimat quasi ausblutet das der Strukturen gar nicht mehr erhalten werden können wenn dort weniger Menschen leben.
00:17:36: was kann die Politik?
00:17:37: Was können wir uns da tatsächlich noch leisten?
00:17:39: und wo muss man vielleicht einfach auch ehrlich sagen Das schaffen wir nicht mehr.
00:17:44: Also grundsätzlich bleibt der Grundsatz richtig für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland sorgen zu wollen.
00:17:48: Das wird ja auch ein Grundgesetz, aber es ist natürlich eine riesen Herausforderung wenn bestimmte Regionen immer dünner werden und das hat natürlich was mit der kommunalen Finanzierung zu tun.
00:17:58: also wie sind die Kommunen aufgestellt?
00:18:00: Das diskutieren wir gerade sehr intensiv mit den Ländern, wie wir das was machen können damit trotzdem auch mindestens an Daseinsvorsorge weiter gewährleistet werden kann.
00:18:08: und dazu gehört eben neben dem Pflichtaufgaben der Kommunen auch sowas die Kultur leben.
00:18:14: Also es sorgt dafür Zusammenhalt und eine Komponente die oftmals so als nice to have wahrgenommen wird.
00:18:20: Das sind halt die Menschen selber vor Ort, es gibt durchaus auch einen kleinen Dürfern in manchen Regionen Leute, die sagen hey komm hier ist nicht mehr viel los aber ich will was machen und ich will gemeinsam mit ein paar anderen Mitstreitern hier etwas bewegen ob das jetzt die Gemeinschaft der Orts wo Gemeinschaft stattfindet ist, wo wir zusammenkommen können, wo werden festfeiern können oder ob das eben die Rettung einer Kirche ist oder andere Dinge.
00:18:41: da gibt's super engagierte Menschen und die Zivilgesellschaft, die engagierte Zivil-Gesellschaft vor Ort.
00:18:46: Und da haben wir in Ostdeutschland ein paar Herausforderungen, weil es gibt im West-Deutschlands z.B.
00:18:51: Stiftungen die sowas unterstützen und das motiviert ja auch die Leute und sorgt für eine lebendige Demokratie.
00:18:56: Wurder der Rubrik einfach mal machen kommt jetzt unsere letzte Frage wie sind jetzt zwei tausend sechsten zwanzig sechsund dreißig Jahre nach der Einheit?
00:19:02: Wenn man jetzt Sechsund Dreißig Jahren nach vorne gucken, dann sind wir nicht mehr zweitausendsechsundzwanzig sondern zweitausendzeinzehntzig.
00:19:07: Wie sollte denn Deutschland dann aussehen?
00:19:09: am besten Fall dass geeinte Deutschland aus ihrer Sicht.
00:19:13: Also wenn ich mir was wünschen durfte, dann wollte ich mich natürlich in Deutschland für das ich auch tagtäglich arbeite wünsche indem wir weiterhin freileben wo wir einen starken Zusammenhalt in der Gesellschaft haben.
00:19:26: Wo jedes Kind und Jugendliche aufwachsen kann und dem wissen dass man die gleichen Chancen hat Entwicklungschancen Bildungschancen dass wir eine gute Wirtschaft haben, die unsere Ressourcenschuhe und da setzen wir ganz stark auf Aneuerbare zum Beispiel.
00:19:39: Auf neue Fahre in der Chemie, in einer Produktion.
00:19:42: also da würde ich mir wünschen das wir da sind und dass wir diese Debatte der Osten ist immer noch benachteiligt, das für sie überwunden haben weil einfach wir haben regionale Unverschritte, die sind auch richtig.
00:19:53: Wir haben auch weiterhin die Erfahrungen der Wendezeit, die aber wertvoll wahrgenommen werden und den Diskurs mitprägen.
00:20:00: Dass all die Perspektiven gleichbewerblich diskutiert werden und vorkommen und dadurch auch eine gute Politik gemacht wird, in denen sich viele Menschen gesehen fühlen.
00:20:07: Das würde ich mir wünschen.
00:20:09: Na gut dann vielen Dank!
00:20:10: Dann wird es ja sicherlich auch keine Ostbeauftragte mehr geben.
00:20:12: Deswegen sind wir natürlich froh, dass Sie jetzt Zeit hatten für das Interview.
00:20:14: Genau,
00:20:14: das wäre doch ein gutes Ziel, wenn wir das nicht mehr brauchen.
00:20:17: Vielen Dank jedenfalls fürs Gespräch.
00:20:19: Ganz herzlichen Dank Frau Kaiser.
00:20:20: Danke schön.
00:20:28: Diese Zukunftsgedanken von der Ostbeauftragten für Ostdeutschland, die kann ich ziemlich gut nachvollziehen.
00:20:34: Allerdings bleibt da doch eine große Frage finde ich, die sie im Gespräch auch aufgemacht hat.
00:20:41: Wird es wirklich möglich sein gleiche Lebensverhältnisse zu schaffen wie das ja versprochen wird?
00:20:48: Ist das wirklich zu erreichen, dass man sagen kann es geht allen gleich gut und alle haben im Prinzip dasselbe?
00:20:54: Weil wir sehen ja schon, dass die Unterschiede groß sind.
00:20:56: Und die Unterschieden sind ja nicht nur zwischen Ost- und West immer noch groß sondern sie sind eben auch groß zwischen dem ländlichen und dem urbanen Raum.
00:21:05: Und klar, das sind auch die Folgen der kommunistischen Diktatur.
00:21:09: Die da lange fortwirken – du hast es schon gesagt Robert beim Vermögen, beim Erbe -, da ist es natürlich so wo ganz lange nichts war, da kann auch so schnell nicht wieder was entstehen.
00:21:20: und ich denke wenn man das so betrachtet dann werden diese gleichen Lebensverhältnisse, die werden einfach über Jahrzehnte realistisch betrachtet, nicht herzustellen sein.
00:21:30: Puh, das ist ja echt eine deprimierende Aussicht irgendwie und gleichzeitig vielleicht auch wirklich realistisch.
00:21:36: Weil man muss ja sagen, das Wichtigste ist erst mal dass alle die gleichen Chancen wenigstens haben.
00:21:40: Gleiche Lebensverhältnisse auf Dauer – das ist natürlich in der Tat eine schwierige Frage!
00:21:45: Wir hatten ja in einer letzten Folge auch Maja Göppel, die Transformationsforscherin und die hat ja auch gesagt Man muss sich vielleicht verabschieden, auf jedem Dorf den gleichen Lebensstandard zu haben wie in der Stadt.
00:21:54: Es ist ja am Ende auch so dass es eben ein Dorf ist und nicht die Stadt.
00:21:58: Das ist ja auch absichtlich das die Menschen dann da wohnen.
00:22:00: Und vielleicht wenn man das so sagt gibt's weniger Enttäuschungen und weniger Erwartung die nicht erfüllt werden können sondern es ist einfach denn vielleicht ehrlicher
00:22:09: Ein bisschen Erwartungsmanagement sozusagen.
00:22:12: Und dazu habe ich auch noch einen anderen Gedanken, der mir im Kopf rumgeht.
00:22:16: in Prinzip schon seit dem vergangenen Jahr als sich zum Tag der Deutschen Einheit zu den Feierlichkeiten im Saarland war und da hat die Ministerpräsidentin Anke Rehlinger gesprochen von der SPD es doch gar nicht richtig und auch nicht logisch sei, dass diese deutsche Einheit immer als Anpassungsleistung sozusagen der Ostdeutschen an den Westen zu verstehen sei.
00:22:43: Und mein Gedanke ist jetzt... Möglicherweise ist es ja so, dass diese deutsche Einheit auch deshalb so kränkelt weil wir eben verquere Erwartungen an sie gehabt haben.
00:22:53: Rehlinger hat gesagt Es geht ja gar nicht darum das der Osten wird wie der Westen sondern es geht darum, dass der Oston seine eigene Entwicklung findet und nimmt mit seinen eigenen Ausprägung und teils eben auch eigenen Gradmessern dafür was erfolge sind.
00:23:07: Und klar da muss man sofort wieder in das Buch denken von Dirk Oschmann Der Osten eine westdeutsche Erfindung
00:23:13: Oh, nee.
00:23:14: Also das war ja so ein Ostergie-Besseller mal wieder und irgendwie ist es auch nicht mein Fall diese pauschalen Beleidigungen des Westens jetzt als Gegenreaktionen zu vielleicht enttäuschenden Erwartungen des Ostens.
00:23:26: Aber ich finde, es ist auch... Man muss die Erwartung der Ostdeutschen selber hinterfragen.
00:23:30: Das müssen sie vielleicht auch tun!
00:23:32: Weil ich weiß das selber von mir später.
00:23:34: Ich wollte dann ja auch irgendwie so ein tüchtiger Gesamtdeutscher werden wie die Westdeutschend dachte.
00:23:40: Die ersten West-Deutschen habe ich mir mit Fünfzehn getroffen auf einer Sprachreise nach England und die hatten da schon Visitenkarten damals.
00:23:49: Oder dachte ich, dass sage mal was die alles können?
00:23:52: Was die alles haben womit sich alles auskennt?
00:23:55: Und dann habe ich das die ganze Zeit versucht und irgendwann habe ich festgestellt.
00:23:59: Ich muss das vielleicht gar nicht haben und ich will das vielleicht auch gar nicht.
00:24:02: Denn meine eigene Erfahrung, die ist ja auch eine Menge wert also so ein Umbruch erlebt zu haben.
00:24:08: Auch als Kind eine Diktatur erlebt zu habe da kann man sich hier auch heute viele Fragen stellen.
00:24:12: wo pass' ich mich an?
00:24:13: Wo passe ich mich vielleicht selber nicht an?
00:24:14: warum macht man bestimmte Dinge wie kommt man irgendwie in einem Gesellschaftssystem klar Wie kann man es vielleicht auch verändern?
00:24:20: Das sind ganz wichtige Fragen die man sich immer stellen kann und da haben wir Ostdeutschen gute Erfahrung gemacht irgendwie damit.
00:24:28: Ja, da
00:24:28: kann man einfach auch wahnsinnig viel davon lernen.
00:24:31: also ich arbeite ja nun wirklich schon sehr sehr lange in Ostdeutschland und habe das auch festgestellt dass es einen ganz anderen bewussten Umgang gibt zum Beispiel mit Anpassung wie du sagst.
00:24:41: Interessant finde ich, aber was jetzt passiert?
00:24:44: Dass ganz viele junge Menschen die DDR gar nicht mehr erlebt haben in ihrem eigenen Leben.
00:24:49: Stimmt ja!
00:24:50: Dass sie sich so plötzlich als Ostdeutsch sehen und das auch sichtbar machen und es auch ausleben.
00:24:55: Und ich habe überlegt – Was ist der Hintergrund dafür?
00:24:58: Ich glaube, dass es eine Form ist, der Suche nach Zugehörigkeit.
00:25:03: Vielleicht wird die auch dadurch so dringlich für die junge Generationen, weil Sie spüren, gab von Ostdeutschen und teils auch eine Überheblichkeit, mit der Westdeutsche aufgetreten sind.
00:25:17: Und ich denke auch dass manche sich vielleicht einfach auch mit ihren Eltern solidarisieren weil diese junge Generation jetzt begreift eben was die Eltern damals erlebt haben und wie schwer sie das auch gehabt haben.
00:25:31: Das haben die Kinder von damals, das haben die jetzt halt heute begriffen.
00:25:35: Ich kenne das Gefühl gut, muss ich sagen.
00:25:37: Weil ich dachte auch, ich helfe meinen Eltern über diese Sache hinweg in dem ich selber nicht so viele Fragen stelle an sie persönlich Und merke aber jetzt, dass diese junge Generation wieder ganz neue Fragen hat an die Eltern oder an die Großeltern.
00:25:51: Das finde ich eigentlich total gut muss ich ehrlicherweise sagen.
00:25:54: Ich find das richtig toll, dass sich erstens viele Menschen damit beschäftigen und auch vielleicht auch so eine eigene Identität nochmal suchen Aber eben auch Fragen stellen an die Vergangenheit Mensch war denn die Erziehung in der DDR wirklich so toll?
00:26:06: Und auch an die Gegenwart Mensch müssen wir hier alle so schlecht gelaunt sein?
00:26:10: ja obwohl es uns eigentlich gar nicht so schlecht geht Und auch so Richtung Zukunft, was machen wir denn jetzt hier aus unserer Heimat?
00:26:15: Wenn man schon mal zusammen sind und diese Probleme alle miteinander haben mit dem Strukturwanne.
00:26:22: Wie können wir das alles regeln?
00:26:24: Das finde ich eigentlich ziemlich gut, dass junge Menschen sagen, hey, wir wollen den Osten auf eine gewisse Art neu erfinden.
00:26:31: Das find ich total gut!
00:26:33: Auch wichtig ist ja ihre Zukunft...
00:26:39: Den deutsch-deutschen Wandel über die Jahrzehnte erlebt hat Dietmar Woitke, Ministerpräsident von Brandenburg.
00:26:45: Der SPD-Politiker ist seit dreizehn Jahren Ministerpräsident im Bundesland Brandenburger.
00:26:50: Damit ist er der dienstälteste Landesvater überhaupt aller sechzehn Bundesländer – das muss man sich mal vorstellen!
00:26:58: Er ist jetzt vierundsechzig.
00:27:00: Und gemeinsam mit Thorsten Metzner habe ich in der Staatskanzlei in Potsdam mit Dietmar Wottke gesprochen, eben über die politische Lage in Ostdeutschland derzeit und ganz Deutschland nach diesen starken AfD-Wallergebnissen über seine eigene Zukunft – auch über Ost und West.
00:27:24: Wie kann denn diese Bundesregierung aus CDU und SPD wieder eine Linie finden oder überhaupt eine Stabilität.
00:27:31: Der Kanzler wankt, die SPD steht unter Druck diese Reformpakete nun aufzuschnüren weil eben die Bevölkerung sie ja als Zumutung empfindet mehrheitlich.
00:27:41: also was muss jetzt geschehen?
00:27:44: Also ich würde mir wünschen dass Sie nicht nur Einsparpakete sind und das sind sie in großen Teilen sondern dass wir wirklich Sozialsysteme dadurch sichern, dass wir strukturelle Reformen angehen Und da gibt es ja unterschiedlichste Dinge, die damit geregelt werden müssen.
00:28:02: Da geht es zum Beispiel um die Frage, wieso kriegen so viele Menschen aus der Rentenversicherung Geld wenn sie niemals Beiträge eingezahlt haben?
00:28:12: Die Menschen haben nicht ganz zu unrecht das Gefühl dass die schwierige Wirtschaftslage heute und die schwierigen internationaler Lage kommt noch dazu Energiepreise und vieles andere mehr dazu führen, dass gespart wird.
00:28:25: Und ich glaube, die Menschen in Deutschland sind viel mehr bereit und sind auch bereit, Lasten zu tragen.
00:28:31: Aber was sie wollen – das ist ja kein unerörter Anspruch – ist ein klares Ziel.
00:28:38: Das Ziel kann ja nur sein wie trägt denn der Beitrag den du persönlich jetzt zu leisten hast dazu bei dass es in Zukunft in diesem Land besser wird?
00:28:46: Deswegen nimmt Teil dieser Einsparungen wirklich nur als Kürzum wahr vor dem Hintergrund der schwierigen Wirtschaftslage, die ja nach wie vor sehr schwierig ist.
00:28:58: Dass es in zwei drei Jahren noch mal entsprechende Kürzungen gibt und das ist nicht einmal ausgeschlossen weil wir natürlich insgesamt immer stärker in Probleme kommen auch mit den Sozialsystemen wenn die wirtschaftliche Lage sich nicht verbessert.
00:29:11: alles hängt hier mit allem zusammen und deswegen führt kein Weg dran vorbei.
00:29:15: und dass es wiederum die Verantwortung der Koalition Berlin Alles dafür zu tun, momentan alles draufzukonzentrieren wirtschaftliche Perspektiven in diesem Land zu schaffen.
00:29:25: Und da ist aus meiner Sicht auch für die Koalition viel Luft nach
00:29:29: oben.
00:29:30: Die Frage ist nur wie kommt man denn jetzt raus?
00:29:34: Indem man sich konzentriert und indem man hinten anfängt, indem man sagt was will ich erreichen.
00:29:40: Was sind zum Beispiel die Fragen, die momentan dazu führen dass in Ludwigshafen bei der BSF Personal abgebaut werden muss?
00:29:49: Warum passiert das?
00:29:51: Sind wir ausreichend wettbewerbsfähig, was die Rahmenbedingungen betrifft.
00:29:55: Können wir mehr tun um beispielsweise mit günstigen Energiepreisen auch im Beitrag dazu zu leisten dass die Industrie bessere Rahmenbedingerung in diesem Land in Deutschland vorfindet?
00:30:07: Klimaschutz wird nur dann erfolgreich sein und das deutsche Modell mit deutscher Energiewende wird nur da erfolgreich sein wenn es uns gelingt auch eine starke Industrie in diesem Land zu behalten.
00:30:21: Wenn im Großteil der Industrien diese Transformation nicht übersteht, dann wird das Klimaschutzmodell hier an Deutschland gescheitert sein und das ist eine der Herausforderungen und ich glaube da muss intensiv gearbeitet werden und zwar sehr schnell.
00:30:38: Herr Woetge, eine etwas persönlichere politische Frage.
00:30:42: Sie sind seit drei Jahrzehnten Sogar mehr in der Politik.
00:30:47: Sie sind der dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland, was war Ihre größte Fehleinschätzung politisch?
00:30:55: Der größte Irrtum...
00:30:57: Der größten Irrtüm war dass ich bis vor wenigen Jahren der Meinung war wenn die Wirtschaft gut läuft, wenn es nach vorne geht, wenn neue Arbeitsplätze entstehen, wenn junge Menschen und ältere Menschen mehr Perspektiven haben Dann haben Extremisten
00:31:15: keine Chance.
00:31:16: Davon war ich fest überzeugt.
00:31:18: Zum Umgang mit der AfD stellen sich ja immer zwei Fragen, erstens Brandmauer und zweitens Verbotsverfahren.
00:31:27: Wie stehen Sie zu beiden Fragen?
00:31:29: Ich halte... Wenn Brandmower heißt wir setzen uns damit nicht auseinander Wir diskutieren die teilweise abstrusen Vorschläge Nicht, die da kommen dann ist der Begriff Brandmour ein falscher Begriff.
00:31:43: dass wir keine Zusammenarbeit mit der AfD haben in den unterschiedlichen Bereichen, hängt einfach damit zusammen ganz simpel gesagt das die AfD komplett andere Ziele für dieses Land hat.
00:31:55: Wenn ich vorhin gesagt habe Wir wollen gute Preise im Energiebereich haben mit beispielsweise fünf Cent für die Industrie außer erneuerbaren Energien noch dazu klimaneutrale Energie Dann gibt es einen Konzept der AfD, die will Atomkraftwerke hinstellen.
00:32:11: Die Atom Kraftwerke sind gut gewöhnungsbedürftig in den Regionen.
00:32:16: aber was noch schlimmer ist... Der Strom ist dreimal so teuer wie der Strom aus einer erneuerbaren Energien und das ist nur ein Beispiel dafür dass das was da teilweise so vorgetragen wird Teilweise abstrus ist.
00:32:29: also wir müssen diese auseinandersetzung in den einzelnen Themenbereichen führen.
00:32:34: Wir müssen die Auseinandersetzung führen, was bedeutet die AfD zum Beispiel für Menschen, die in Arbeit sind?
00:32:39: Was bedeutet sie für die Löhne und die Lohnentwicklung?
00:32:43: Die AfD ist ja nicht nur rechtsextremistisch – sie ist auch neoliberal!
00:32:48: Und ich glaube da sollte man schon sehr genau rangehen und diese Diskussion intensiv führen.
00:32:54: Sollte Sie jetzt in Sachsen-Anhalt regieren?
00:32:57: Ich persönlich hoffe, dass den Sachsen-Anhalt es zu stabilen Verhältnissen kommt.
00:33:02: Und das ist ein schwieriger Weg.
00:33:04: aber Sachsenanhalt ist durch dieses Wahlergebnis jetzt auf unbestimmte Zeit jedenfalls in Land indem es diese stabilen verhältnisse nicht geben wird mit allen Konsequenzen die daraus erwachsen übrigens unabhängig davon ob der Herr der Mopedfahrer da in die Regierung kommt oder nicht.
00:33:24: Und ich wünsche den Menschen in Sachsen-Anhalt, dass es möglichst bald wieder möglich ist.
00:33:29: Dass es eine stabile Regierung in diesem Bundesland gibt – derzeitig rechne ich nicht
00:33:34: damit.".
00:33:35: Eine letzte Frage, weil der Tag der deutschen Einheit bevorsteht.
00:33:40: Angesichts der Wahlergebnisse auch und besonders in Sachseneinhalt unter Stärke der AfD gibt das ja eine Stimmung in Teilen in Westdeutschland oder im Westen Deutschlands die sich gegen Ostdeutschland wendet, man hat keinen Geduld mehr mit dem Osten in Anführungsstrichen.
00:34:00: Ist das zurecht so?
00:34:03: Also ich habe diese Diskussion verfolgt.
00:34:05: es liegt ja im Grundürtturm dieser Debatte zugrunde und der Grundürtung ist nur die die Doven im Osten willen die AfD und im Westen kann uns das nicht passieren.
00:34:16: Ich glaube, da sitzen einige in einem elfenweiten Turm und gucken aber ganz von oben auf die Welt.
00:34:21: Und werden wahrscheinlich im nächsten Jahr bei den Bahnen, die wir in bestdeutschen Bundesländern haben – beispielsweise Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein, Saarland – etwas zu erklären haben.
00:34:33: Es ist insgesamt eine Herausforderung für uns und es wäre gut wenn wir nicht unter Demokraten auch unter Journalisten übrigens nicht anfangen mit dem Finger aufeinanderzuzeigen gemeinsam diese Herausforderung schultern.
00:34:46: Und die Erwartungen der Menschen sind groß, aber sie sind vor allen Dingen an uns groß.
00:34:50: Wir haben Fehler gemacht!
00:34:53: Das ist der erste und wichtigste Punkt, dass wir sagen müssen was haben wir falsch gemacht?
00:34:57: Dass so viele Menschen den Falschen, die wirklich auch keine Lösung haben hinterherlaufen, dann können wir ja nicht sagen das ist ein Ost- oder Westproblem und deswegen Deutschland auseinander zu dividieren ist glaube ich hier der falsche Weg.
00:35:19: Deutschland zusammenführen, das scheint mir egal welcher Politikerin, welche Politiker man jetzt ist oder ob man gar kein Politiker ist der einzig wirklich richtige Weg.
00:35:27: Denn was uns trennt?
00:35:28: Das sollten wir auch nicht zu sehr überbetonen.
00:35:30: Das schwächt ja auch irgendwie unsere Gemeinschaft und unsere Gesellschaft.
00:35:34: Allerdings muss dann auch wirklich was getan werden und zwar entschlossener als bisher gegen die Unleichheiten, die es eben immer noch gibt.
00:35:40: Und die dann zum Teil immer weiter verabwärten.
00:35:42: Nun da gehen die Ansichten sicherlich auseinander, was man so tun kann für mehr Einheit.
00:35:48: ich würde sagen das gute sehen und dass nicht gelungene benennen zb Hoffnung haben aber eben auch sein Wut wenn wir sie dann hat auch mal rauslassen und darüber kluge Bücher schreiben.
00:35:58: und darum geht das heute in unserer Rubrik
00:36:02: Ost Gold
00:36:06: Nie Wiedervereinigung, hundert Zwischenrufe zur Deutschen Einheit.
00:36:09: So heißt das Buch der Potsdamer Autorin Paula Füstenberg geboren, in die politische Verwerfung.
00:36:16: Eine sehr kluge AutorInn, die die Gegenwart puhentiert beschreiben kann und die eben auch für viele Jüngere im Osten spricht.
00:36:23: Ihren politischen Essay, das ist dieses Buch.
00:36:26: Den hat Paula Füstenberg geschrieben wie sie selbst sagt als Resultat einer langjährigen politischen Depression.
00:36:33: Das finde ich auch ein sehr interessanter Begriff.
00:36:36: und dieser Essay der ist subjektiv, der ist zu den Teilen auch radikal, er ist polemisch.
00:36:41: Und Sie sei jetzt auch ein Zitat einen wütender, ein undankbarer Jammer-Ossi schreibt sie.
00:36:47: Oha da sind sich schon wieder die Jammerossis!
00:36:49: Oder
00:36:49: die Jammersessings?
00:36:51: Eins vorweg jedenfalls der Titel, auch wenn er vielleicht so klingt.
00:36:54: Der ist jetzt nicht so gemeint das es ein Buch ist was die DDR zurückfordert ne?
00:36:58: Es geht Pauler Fürstenberg um die Sprache vor allen Dingen und den Begriff der Wiedervereinigung.
00:37:02: Lena Schneider Kulturredakteurin der Potsdamer Neuesten Nachrichten also unserer schönen Tagesspiegel Schwester in Potsdarm hat mit ihr darüber gesprochen.
00:37:10: Das Wort Wiedervereinigungen hat, glaube ich angefangen mir Schwierigkeiten zu machen, da ich viel über den Osten gesprochen habe.
00:37:19: Was ich häufig benutzt hab und was mir zunehmend aufgestoßen ist, weil ich mich gefragt habe, was eigentlich dieses wieder in Wiedervereinigung bedeuten soll?
00:37:27: Und warum da auf irgendeine historische Wirklichkeit referiert wird und auf welche eigentlich die man sich also zurückwünscht mit der deutschen Einheit.
00:37:37: Weil Deutschland ja überhaupt erst als Konsequenz aus dem Nationalsozialismus geteilt wurde war für mich relativ offensichtlich, dass das Wort irgendwie auch den Hitler-Faschismus aufruft.
00:37:46: Und dass es dann so in einem großen Haar mit dem Aufstieg der AfD hat sich das verbunden zu einer Ablehnung dieses Wortes.
00:37:57: Dann habe ich erst mal das Wieder gestrichen und nur noch von Vereinigung
00:38:00: gesprochen.".
00:38:02: Aus diesem gestrichenen Wider ist so der Buchtitel geworden – nie wieder Vereinigung!
00:38:07: Ein Wort, das für sie in zwei Richtungen funktioniert
00:38:11: Einmal nach Rückwärts gewandt mit einem Blick auf die letzten thirty-sech Jahre, wo ich so das Gefühl hatte wenn nicht diese Friedefreude Eierkuchen.
00:38:21: Erzählung der deutschen Einheit als großer Glücksstunde.
00:38:25: absolut irre un hinterfragt.
00:38:26: ein großartiges Ereignis.
00:38:29: Wenn diesem Wort, das wieder wegnehme oder einen nie wieder hinzufüge.
00:38:34: Dann werden erst mal andere Erinnerungen möglich an die letzten sixen dreißig Jahre.
00:38:38: Das schafft ein Raum für Erzählungen Erfahrungen Erinnerung von Menschen, die das nicht nur als große Glücksstunde erlebt haben sondern einfach auch mit bestimmten Nachwände realitäten konfrontiert waren.
00:38:52: Damit meine ich zum einen die rechte Gewalt, damit meine ich aber auch die massiven Abstiegserfahrungen, die es gegeben hat.
00:38:57: und dann ist das Wort nie wieder Vereinigung für mich schon auch nach vorne gerichtet mit der Frage wie könnte denn eine Gesellschaft aussehen, die nicht auf irgendein fragwürdiges historisches Wiederrekurriert sondern die sich darauf einigen kann dass wir etwas nie wieder haben wollen nämlich den Faschismus und die Gewalt von zwei deutschen Diktaturen.
00:39:24: Und damit wird das Wort Nivida-Vereinigung für mich auch ein utopischer Raum nach vorne, in dem ich mich freuen würde wenn er sich füllt mit Ideen von einem guten Leben für alle und einer pluralen Gesellschaft.
00:39:40: Neue Ideen braucht unsere Gesellschaft auf jeden Fall immer!
00:39:44: Und mehr kluge Beobachterinnen aus dem Osten wie Paula Fürstenberg.
00:39:48: Wir verlinken euch das Interview in den Shownotes, da habt ihr was zum Lesen am Einheitswochenende.
00:39:57: Und liebe Sabine?
00:39:58: Wie feierst du denn eigentlich den Tag der Einheit?
00:40:00: Ja also letztes Jahr war ich ja wie schon gesagt zu den großen Feierlichkeiten in Saarbrücken und es war wirklich ein außergewöhnliches ist ein wirklich gutes und sehr interessantes Erlebnis für mich.
00:40:10: und dass Saarland und Ostdeutschland die haben ziemlich viel gemeinsam habe ich dann nochmal konkret gelernt dieses Jahr aber da lasse ich es ruhiger angehen Und kann empfehlen, eine sehr schöne Aktion in Potsdam.
00:40:23: Und zwar gibt es dort ein traditionelles Festkonzert in der sehr prächtigen Nikolaikirche direkt im Zentrum des Stadts am alten Markt und da wird dieses Mal einen Chor von Potsdamerinnen und Potsdemann singen.
00:40:34: die konnten sich dafür anmelden sind also einfach Menschen aus der Bürgerschaft und sie werden Beethoven's neunte Sinfonie singen und das soll ein Klangzeichen sein dafür dass jetzt eben Freiheit und Gleichheit unter faire Umgang heute unser Zusammenwirken erfordern.
00:40:50: Also ich werde auf jeden Fall vor Ort sein bei den offiziellen Feiern in Bremen und dort am Freitag ab fünfzehn Uhr im Theater Bremen auch über die Ostgenerationen und ihren Zusammenhalt, ihre Unterschiede diskutieren dürfen.
00:41:01: Und dann am dritten Oktober bin ich auch für den Tagesspiegel vor Ort bei der Feierstunde in der Bremer Glocke und werde darüber berichten Denn die Einheit interessiert mich nicht nur als Journalist sondern die berührt mich auch ganz persönlich
00:41:12: Ja und mich auch!
00:41:13: Wir hoffen dass wir euch auch berühren konnten mit dieser Folge Und wir würden gerne wissen, wie sehr beschäftigt euch denn die Einheit noch und wie bewertet ihr die Lage zwischen Ost- und West?
00:41:23: Wir freuen uns wenn ihr das in die Kommentare unter diese Folge schreibt.
00:41:27: Und wenn ihr unseren Podcast abonniert!
00:41:28: Denn dann verpasst ihr keine Folge
00:41:46: mehr...
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